Heute früh hat sich Waschbär Waldemar wahnsinnig erschrocken, als er fast über eine Ratte gestolpert wäre, die seinen Weg kreuzte. Er stieß einen richtig schrillen Schrei aus. Wir Enten beobachteten die Szene zufällig und mussten über seinen Schreckenslaut, der uns etwas übertrieben vorkam, sehr lachen. „Hast du etwa Angst vor dieser Ratte?“, frotzelte Agnes. „Denkst du, sie könnte dich mit der Pest anstecken?“, schnatterte sie. Fragend blickte er meine Entenfreundin an: „Die Pest, was ist das denn überhaupt?“, brummte er zurück.
Darauf hatte Agnes nur gewartet. Sofort plusterte sie sich auf, schob sich ihre Brille auf dem Schnabel zurecht und erklärte: „Die Pest ist eine schwer verlaufende und hochgradig ansteckende bakterielle Infektionskrankheit. Sie hat im Mittelalter viele Millionen Zweibeiner getötet und wurde hauptsächlich durch Ratten und Flöhe auf den Menschen übertragen.“ Das klang wirklich ungeheuerlich. Aber Agnes hatte auch gute Nachrichten: „Die letzte große Pestwelle in Europa gab es im Jahr 1713. Auch heute noch gibt es Pestfälle und kleinere Ausbrüche, etwa auf Madagaskar. Aber dank Antibiotika ist die Krankheit heutzutage in der Regel gut heilbar.“ Eure Paula