Wegen eines Betrugs mit gefälschten Rezepten im Wert von mehr als einer halben Million Euro muss eine Apothekerin aus Neu-Ulm drei Jahre ins Gefängnis. Die 53-Jährige hatte in dem Prozess am Augsburger Landgericht zugegeben, dass sie 39 Rezepte hauptsächlich für ein sehr teures Schuppenflechte-Medikament selbst ausgestellt und eine gesetzliche Krankenkasse so geschädigt hatte. Für die Rezeptfälschungen hatte die Pharmazeutin etwa zwei Jahre lang Blankorezepte ihres Ehemannes, der Zahnarzt ist, ohne dessen Wissen manipuliert. Der Betrug fiel dann bei der Krankenkasse auf, weil Zahnärzte normalerweise keine Spezialmedizin für Hautkrankheiten verschreiben.
Der Münchner Sammler Jean Louis Schlim (70) hat das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg als seinen Erben benannt. Anlass ist der gestrige 110. Todestag von Prinzregent Luitpold (regierte 1886-1912). Schlim hat zahlreiche Bücher über die Wittelsbacher geschrieben, unter anderem über Ludwig II. und dessen Bruder Otto.
Die Passagierkontrollen am Flughafen München werden im nächsten Jahr revolutioniert. So sollen 60 spezielle Computertomografen an 48 neu konzipierten Kontrollspuren installiert werden, um die Gepäckkontrolle sicherer und schneller zu machen. Die Kosten belaufen sich auf 45 Millionen Euro.
Weil sie laut Polizei ihr „fahrerisches Können“ überschätzt hatte, löste eine Autofahrerin aus München am Sonntagvormittag einen Feuerwehreinsatz aus. Die 20-Jährige fuhr mit ihrem Seat Ibiza trotz winterlicher Witterung und entsprechender Verbotsbeschilderung auf einen Forstweg am Eibsee bei Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Sie blieb stecken, die alarmierte Feuerwehr zog sie mit einem Seil zurück auf passierbares Terrain.
Vermutlich ein Jäger hat bei der Jagd versehentlich einen Personenzug bei Straubing beschossen. Verletzt wurde bei dem Vorfall am Freitag niemand. Das Projektil durchschlug eine Scheibe des Zuges und blieb in einer Zugwand stecken, wie die Polizei mitteilte. Der Jäger hielt sich laut den Ermittlungen in der Nähe des Gleisabschnitts auf, als der Zug dort vorbeifuhr. Untersuchungen des Landeskriminalamts hätten den Verdacht bestätigt, hieß es. Gegen den Jäger wird nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.