Bisher stuft der Lawinenwarndienst die Lawinengefahr im Bayerischen Alpenraum als gering ein – nur in den Berchtesgadener Alpen oberhalb von 1800 Metern als mäßig. Dort sind frische Triebschneeansammlungen in kammnahem Steilgelände und in eingewehten Rinnen und Mulden das Hauptproblem. Schneebrettlawinen können hier bereits durch geringe Zusatzbelastungen ausgelöst werden. Vereinzelt sind auch Gleitschneelawinen an steilen Wiesenhängen möglich, wie der Warndienst mitteilt. Obwohl talnah wenig Neuschnee liegt, kommen oberhalb von 1300 Metern zwischen 30 und 60 Zentimeter zusammen. Im Altschnee finden sich teils lockere Schichten zwischen älteren Krusten, aber für Mittwoch wird nur geringfügig Schneefall erwartet. Der letzte Lawinenabgang, bei dem ein Mensch starb, ereignete sich am 14. April 2022 an der Westlichen Karwendelspitze. sco