in der Abenddämmerung watschelten wir gestern auf dem Marktplatz um den wunderschönen Weihnachtsbaum herum. Klara wunderte sich, seit wann die Menschen zu Weihnachten Bäume schmücken. Ich schnatterte: „Soweit ich weiß, machen sie das schon seit fast 600 Jahre. Zuerst gehörten Leckereien wie Äpfel, Nüsse und Zuckergebäck zum Baumschmuck. Manchmal hängten die Zweibeiner sogar Lebensmittel wie Käse oder Schinken in den Baum. Danach, vor etwa 150 Jahren, kamen bunte Tiere hinzu. Die Menschen bastelten aus Pappe Fische, Hunde, Katzen, Ziegen, Elefanten und noch weitere Tiere. Dieser Christbaumschmuck hatte sogar einen eigenen Namen und hieß Dresdner Pappe, weil die Tierchen hauptsächlich in Dresden hergestellt wurden. Das ist eine wunderschöne Stadt im Osten Deutschlands, die ich mir unbedingt mal anschauen will.“ Anhand der hübschen Papptiere lernten die Kinder der Menschen auch die exotischen Tiere kennen, da es Zoos in Deutschland damals noch nicht gab.
Dann kam die Zeit der glänzenden Weihnachtskugeln: Glasbläser fertigten die Glaskugeln in sämtlichen Größen und Farben an, heute aber sind viele Kugeln aus Plastik.
Eure Paula