Wünsche des Lokführers

von Redaktion

Heinz Jagemann aus München, 63, Lokführer bei DB Regio Bayern:

„Was ich mir für 2023 für meinen Beruf als Lokführer bei der DB wünsche, ist:

Dass man für alle Mitarbeiter/-innen im Fahrdienst generell ab 60 schichtdienstfreundlichere Arbeitszeiten ermöglicht.

Dass wir möglichst wenige tätliche Übergriffe, Personen-Unfälle und Vandalismus haben.

Dass die Politik nicht nur salbungsvolle Worte spricht, wie wichtig die Bahn sei, sondern endlich dafür sorgt, dass die circa 40 Prozent Dieselstrecken in Bayern elektrifiziert, eingleisige Strecken zweigleisig ausgebaut und Infrastruktur mit Lok- und Wagenmaterial auf Vordermann gebracht werden.

Dass die Bayerische Eisenbahngesellschaft nicht alle zwölf Jahre die Strecken immer wieder an Unternehmen mit dem billigsten Angebot vergibt, diese aber weder logistisch, technisch noch personell in der Lage sind, die geforderten Verkehrsleistungen zu erbringen – wie das jüngste Beispiel Go-Ahead leider wieder zeigt.

Dass es weiterhin die vielen netten und freundlichen Fahrgäste gibt, die Verständnis für die kleineren und größeren Störungen haben, mit denen wir gemeinsam zurechtkommen müssen.“  dw

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