Gestern erklärte uns die Biberin Frau Dr. Raspelzahn, wie unterschiedlich die Menschen auf der Erde Silvester feiern: In Japan lassen sie Lampions mit Kerzen in den Himmel steigen, und in den Tempeln schlagen 108 Mal die Glocken. Jeder Glockenschlag soll von einer Sünde befreien. „In Brasilien, das ist in Südamerika, stellen die Menschen am Strand Kerzen auf. Weiße stehen für Frieden, gelbe für Wohlstand und rote für Liebe“, erzählte die Biberin weiter. In Ecuador werden riesige Puppen verbrannt. „Die Menschen basteln sie aus alten Kleidern, die sie mit Sägemehl und Papier ausstopfen.“ „Gruselig“, quakte ich. „Na ja“, sagte die Biberin. „Die Ecuadorianer finden das nicht gruselig. Sie nennen die Puppen ,Hampelmänner’.“
„Gibt’s denn auch leise Bräuche ohne Feuer?“, brummte Waldemar. Er war einfach kein Freund von Lärm und Feuer. „Aber ja doch“, sagte die Biberin. „In den Vereinigten Staaten gibt es eine Tradition, die heißt ,Nothing goes out’ – also ,Nichts geht raus’.“ Man darf am Silvesterabend das Haus nicht verlassen, sonst bringt das im neuen Jahr Unglück.
„Die Österreicher haben auch einen hübschen Brauch“, fuhr die Biberin fort. „Sie tanzen mit einem Walzer ins neue Jahr.“
Eure Paula