BRAUCHTUM
Neujahrsgrüße zu versenden ist ein alter Brauch, der schon im 15. Jahrhundert belegt ist. Auf den Karten war meist das Christkind als Glücksbringer abgebildet. Beliebt waren auch kleine Gedichte und Gebete mit Segenswünschen fürs neue Jahr. Groß in Mode kamen Neujahrskarten erst in der Biedermeierzeit (19. Jahrhundert), in der man schöne Karten mit diversen Glückssymbolen, wie Glücksklee, Hufeisen und Kaminkehrer, verschickte und sammelte. Seit den 1890er-Jahren wurde es Brauch, zum Jahreswechsel Neujahrskarten per Post zu versenden. Während des Ersten Weltkrieges wurden aus Ersparnisgründen Weihnachts- und Neujahrswünsche auf einer Karte zusammengefasst. Im Zweiten Weltkrieg waren Neujahrskarten von staatlicher Seite unerwünscht, um „Friedenswünschen“ keinen Raum zu geben. Der beliebte Brauch, Neujahrswünsche mit der Post zu versenden, ist heute durch Mail und Telefon etwas verdrängt worden.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen. Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer schön und heiß.