Die Top-Droge in Bayern ist nach Angaben des Landeskriminalamts Cannabis – das zeigt die Statistik, die derzeit bis 2021 vorliegt. Mehr als die Hälfte der knapp 50 000 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz haben mit Cannabis zu tun, sagt Ludwig Waldinger, Sprecher beim LKA. Es folgen Amphetamine, also chemisch hergestellte Drogen wie Ecstasy, und Metamphetamine wie Crystal Meth. Auf die Top 3 folgen Kokain und Heroin. Das LKA macht keine regionalen Schwerpunkte für bestimmte Drogen aus. Allerdings stellen die Ermittler fest, dass das meiste Crystal Meth nicht mehr aus Osteuropa kommt, wie das noch vor einigen Jahren war, sondern verstärkt aus den Niederlanden. „Dort wird viel hergestellt und vertrieben“, sagt Waldinger. Der größte Import kommt über das Meer aus Südamerika– die Drogen kommen dann über die großen Häfen wie Rotterdam, Antwerpen oder Hamburg nach Europa. Die Drogenschmuggler der ersten Riege, die unmittelbaren Kontakt zu den Kartellen haben, sitzen laut Waldinger in den Benelux-Ländern und Italien. Die ’Ndrangheta sei verantwortlich für große Kokain-Mengen in Deutschland. Waldinger: „Kokain-Konsum ist eine Mafia-Straftat.“ caz