Hund rettet Senior das Leben

von Redaktion

Starnberger Rettungshundestaffel findet vermissten Münchner

München – Ohne Labrador Lynes wäre am Sonntag in der Aubinger Lohe in München vermutlich ein Mensch ums Leben gekommen. Der sechsjährige Rüde war als Teil der Rettungshundestaffel der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Starnberg zum Einsatz ausgerückt und hatte einen Vermissten vor dem Tod durch Erfrieren gerettet.

Der Münchner (Jahrgang 1946) hatte Polizeiangaben zufolge bereits am Samstag um 14 Uhr seine Wohnung verlassen. Der Sohn des Mannes informierte die Beamten dann am Sonntag, dass sein Vater nicht nach Hause gekommen sei. Die Polizei wiederum zog neben den Rettern aus Starnberg auch die Rettungshundestaffeln für Stadt und Landkreis München hinzu. Gegen 17 Uhr begann die Suche. „Wir starten meist mit einem sogenannten Mantrailer“, sagt Starnbergs DLRG-Chef Walter Kohlenz. Das bedeutet: Ein Personenspürhund nimmt die Fährte des Vermissten auf – beispielsweise in dessen Wohnung oder mithilfe von Kleidung. „Parallel dazu suchen wir auch die Umgebung ab.“ Das war Lynes’ Einsatz, denn der Labrador ist ein sogenannter Flächensuchhund. „Er sucht in einem festen Radius und zeigt jeden Menschen an, den er findet.“ Und Lynes hatte den richtigen Riecher, nach etwa vier Stunden entdeckte er den Vermissten. Gerade noch rechtzeitig, wie die DLRG mitteilt. „Der Notarzt informierte die Einsatzkräfte, dass die Person ohne den Fund die kalte Nacht mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt hätte.“ Der Mann war geschwächt und unterkühlt, aber ansonsten unverletzt im Wald.

Die Polizei geht davon aus, dass er sich in der Aubinger Lohe verlaufen hat. Gut gelaufen am Ende – auch für Lynes. Für den Rüden war es der erste erfolgreiche Einsatz als Lebensretter. SASCHA KAROWSKI

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