Der Spatz gewinnt

von Redaktion

So wenig Wintervögel wie nie gesichtet

München – Der Spatz ist die meistgezählte Vogelart Bayerns bei der „Stunde der Wintervögel“. Der Haussperling landete vor der Kohlmeise und dem Feldsperling, wie der Naturschutzverband LBV mitteilte. Auf Platz vier landete die Blaumeise, dahinter die Amsel. „Schon seit 2014 setzen sich die Top 5 aus diesen Vogelarten zusammen“, sagte die LBV-Biologin Angelika Nelson. Zwar wurden in gut jedem zweiten Garten im Schnitt fünf Haussperlinge gesichtet. Nelson aber warnte: „Die Anzahl der Spatzen nimmt regional noch immer stark ab, vor allem in der Stadt München.“ Wenn es darum gehe, welcher Vogel in den meisten Gärten vorkomme, habe die Kohlmeise den Schnabel vorne: In neun von zehn Gärten sei diese Art beobacht worden.

Nur knapp 30 Vögel pro Garten haben die rund 21 000 Aktionsteilnehmer im Freistaat gezählt. Das sei die niedrigste Zahl seit Beginn der „Stunde der Wintervögel“ vor 18 Jahren. Grund zur Sorge ist das laut LBV nicht unbedingt. Denn besonders im Winter schwanke die Zahl der Vögel in den Gärten stark. „Schneearme, milde Winter werden immer häufiger. Bergfink, Erlenzeisig und Wacholderdrossel finden in ihren skandinavischen Brutgebieten ausreichend Nahrung und kommen nicht zu uns nach Mitteleuropa.“

Überraschend viele Meldungen sind laut LBV diesmal zu Stieglitz (plus 17 Prozent) , Zaunkönig (38 Prozent) und Wintergoldhähnchen (312 Prozent) eingegangen. Sie profitierten vom aktuell eher milden Winter.  kna

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