Nürnberg – Im Fall der seit Dezember vermissten Bankkauffrau Alexandra R. (39) aus Nürnberg-Katzwang verfolgen die Ermittler weitere Spuren, die wohl auch bis nach München reichen.
Am Freitag fand in Schwabach in Mittelfranken im Bereich einer Kita eine Befragungsaktion statt. Dabei wurde den Leuten ein Flyer gezeigt, auf dem zwei Autos zu sehen waren: ein Mitsubishi Outlander mit Nürnberger und ein 1er BMW mit Münchner Kennzeichen. „Wir können hierzu nur sagen, dass sie im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall stehen könnten“, sagt eine Polizeisprecherin. Außerdem wollen die Beamten wissen, ob jemand in der Gegend im Zeitraum des Verschwindens ein Fahrzeug mit „auffälliger Fahrweise“ beobachtet habe. Oder ob jemand einen Pkw beobachtet habe, „in dem Insassen sichtbar Streit hatten“. Auch Situationen, „die aus irgendeinem Grund seltsam oder merkwürdig“ waren, interessieren die Ermittler.
Alexandra R. hatte am 9. Dezember ihre Adoptivtochter in der Kita abgegeben und war dann verschwunden. Die Polizei befragte am Freitag Passanten zu Beobachtungen an diesem und dem Tag zuvor. Die Ermittler gehen mittlerweile von einem Gewaltverbrechen aus. Die Frau hatte Geld, Ausweise und Mutterpass zurückgelassen.