Murnau am Staffelsee – Im Unfallklinikum Murnau im Kreis Garmisch-Partenkirchen herrscht Aufruhr: Bei der Reinigung einer Kaffeemaschine hat ein Mitarbeiter gestern Mittag eine unbekannte Substanz entdeckt – und sofort die Polizei verständigt. Experten des Bayerischen Landeskriminalamts stellten fest, dass es sich dabei um Metaldehyd, also Schneckenkorn, handelt. Beim Menschen kann es zu Erbrechen, Lähmungen, Krämpfen und Atemnot führen. Bis zu 190 Personen könnten aus der betroffenen Maschine konsumiert haben, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit.
Die Kaffeemaschine steht in der Hauptküche des Krankenhauses für Mitarbeitende und Patienten. „Die Substanz war so platziert, dass sie mit dem Kaffeewasser in Verbindung kam“, sagte ein Polizeisprecher. War es Vorsatz? „Es wurde zumindest in Kauf genommen, dass die Substanz in den Kaffee gerät.“ Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. „Wir haben Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt“, teilt die Klinik mit. Metaldehyd wurde nur in geringen Mengen sichergestellt. Bisher gibt es keine Mitteilungen über symptomatische Folgen bei betroffenen Menschen. we