Gestern flogen wir zum Bauernhof. Als wir ankamen, ließen sich die Kühe gerade melken. Sie liefen freiwillig in den Melkstand und ließen sich vom Bauern ein Sauggerät an ihr Euter legen. Dann lief die Milch durch Schläuche in einen Tank. „Warum ist Milch eigentlich weiß?“, quakte Klara. Nicht mal Agnes wusste darauf eine Antwort. Doch dann entdeckten wir an der Stalltür ein Plakat, auf dem alles Mögliche über Milch erklärt wurde – auch, warum sie weiß ist. „Milch ist eine Emulsion“, stand dort geschrieben, „also eine Flüssigkeit, in der winzig kleine Fetttröpfchen schwimmen.“ Wenn Licht auf diese Tröpfchen fällt, dann wird es gestreut, und weil die Milchfetttropfen alle Wellenlängen des sichtbaren Lichts zurückwerfen – also von Rot über Gelb, Grün und Blau bis hin zu Violett – erscheint die Milch weiß. Agnes, Klara und ich betrachteten das Plakat genau. „Hier steht, dass eine Kuh am Tag etwa 20 Liter Milch gibt“, schnatterte Agnes. Wir lasen weiter, dass eine Kuh erst ein Kalb zur Welt bringen muss, damit sie Milch produziert. Dann wird sie etwa zehn Monate lang gemolken, hat zwei Monate Pause, bevor sie wieder ein Kalb zur Welt bringt und die Melkzeit von vorne beginnt.
Eure Paula