Tauziehen um Türkei-Einsatz von Navis

von Redaktion

Moosburg – Seit fast 20 Jahren ist Navis weltweit im Einsatz, um Menschen in Katastrophengebieten zu retten. Um den Einsatz der Hilfsorganisation aus Moosburg (Kreis Freising) in der Türkei ist nun jedoch ein Tauziehen entbrannt – mit offenem Ende.

„Wir sind vom türkischen Generalkonsulat zunächst persönlich angefordert worden“, berichtet Navis-Sprecher Wolfgang Wagner. „Dann haben uns türkisches Außen- und Gesundheitsministerium wieder ausgeladen – mit dem Hinweis: Sie benötigen unsere Hilfe nicht.“

Das Navis-Erkundungsteam vor Ort in der Provinz Hatay zeichnet aber ein ganz anderes Bild. „Mir wurde berichtet, dass dort 80 Prozent zerstört ist“, betont Wagner. „Laut unserer Leute vor Ort gibt es dort bisher keine Hilfe. Die Überlebenden dort benötigen unser Feldlazarett und unsere Trinkwasseraufbereitung dringend.“

Daher hakte Navis weiter nach. Im Laufe des Freitags verdichteten sich dann auch die Anzeichen, dass der Einsatz doch noch stattfinden könnte. Bis Redaktionsschluss fehlte jedoch die schriftliche Zusage der türkischen Regierung.  mes

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