von Redaktion

Gestern beobachteten Agnes, Klara und ich, wie ein kleines Eisstückchen auf der Wasseroberfläche unseres Sees schwamm. „Komisch“, meinte ich. „So ein Eisbröckchen ist eigentlich ganz schön schwer. Wie kann es da auf dem Wasser treiben, müsste es nicht untergehen?“

Sofort plusterte sich Agnes auf. „Das hat mit der Anomalie des Wassers zu tun“, quakte sie. „Wasser hat eine ganz spezielle Eigenschaft, nämlich dass es bei vier Grad Celsius sein geringstes Volumen und damit seine größte Dichte hat. Die kleinen Wasserteilchen, die Wassermoleküle genannt werden, lagern sich dicht aneinander. Erhöht sich die Temperatur, bewegen sie sich schneller und brauchen mehr Platz. Die Flüssigkeit dehnt sich aus. Nimmt die Temperatur hingegen ab, nimmt auch das Volumen ab. Die Moleküle rücken näher zusammen. Dieses ungewöhnliche Phänomen wird in der Physik als die Dichteanomalie des Wassers bezeichnet. Das Spannende dabei ist: Egal ob man die Temperatur von vier Gard Celsius warmem Wasser erhöht oder verringert, es dehnt sich wieder aus. Für unser Eisstückchen bedeutet das: Eis hat eine geringere Dichte als flüssiges Wasser und schwimmt deshalb auf der Wasseroberfläche“, schnatterte Agnes. Eure Paula

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