Sexuelle Belästigung durch falschen Polizisten

von Redaktion

Weilheim – Der Vorwurf wiegt schwer: Im September 2021 soll ein Weilheimer drei Buben angesprochen und sie betatscht haben. Er gab vor, ein Polizist zu sein und sie durchsuchen zu müssen. Seit gestern muss sich der 52-Jährige vor dem Landgericht München II verantworten. Er bestreitet die Taten. „Ich war das nicht“, sagte er.

Die Anklage listete auch etliche Betrugsfälle auf. Vom geklauten Champagner bis zum erschwindelten Auto. Die Schadenssumme wurde mit gut 50 000 Euro beziffert. Diese Fälle räumte der Angeklagte unumwunden ein. Doch die Missbrauchs-Vorwürfe seien für seinen Mandanten „eine Katastrophe“, erklärte sein Verteidiger. Damit müsse er jetzt erst einmal zurechtkommen.

Angeblich erkannten die drei Buben, die heute elf, zwölf und 13 Jahre alt sind, ihn auch nicht wieder. Gegen den Mann sprach aber, dass sich sein Handy zu den Tatzeiten in der entsprechenden Funkzelle eingeloggt hatte. Doch das Handy will der Angeklagte damals gar nicht besessen haben. Es soll verpfändet gewesen sein. In einem Gutachten wird er nicht als pädophil beschrieben. Er stehe auch nicht auf Jugendliche oder Männer. Die Kinder sollen heute als Zeugen vernommen werden – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es bleibt abzuwarten, ob sie den Deutsch-Kasachen erkennen.  wal

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