Schönau – Der Einzug 100 afghanischer Ortskräfte in ein ehemaliges Ferienwohnheim in Schönau am Königssee wird sich verzögern. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wie die Regierung von Oberbayern mitteilt.
In der Gemeinde Schönau hatte es regen Widerstand gegen die Pläne gegeben (wir berichteten). Es sei für einen so kleinen Ort nicht möglich, so viele Menschen zu integrieren, sagte Bürgermeister Hannes Rasp.
Die Regierung hatte das 168 Betten umfassende Gebäude vom Landkreis Schwäbisch Hall angemietet, aktuell werden dort kleinere Umbauten und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Der Mietvertrag läuft zunächst über ein Jahr. Ob die Afghanen noch im März kommen werden, ist noch offen.
Die 100 Afghanen werden nicht – wie bisher angenommen – alle auf einmal einziehen, sondern sukzessive. In der Unterkunft soll es außerdem Verwaltungspersonal geben, das zu den üblichen Bürozeiten anwesend ist. In der Anfangszeit werde es auch einen Sicherheitsdienst geben, kündigte die Regierung an. Zu jeder Tageszeit werden Ansprechpersonen vor Ort sein. Einige der Ortskräfte würden durch ihre Zusammenarbeit mit der Bundeswehr bereits Deutsch sprechen. Sie alle reisen nicht als Asylbewerber ein, sondern im Rahmen humanitärer Aufnahmeprogramme. kp