von Redaktion

„Wisst ihr zwei Enten eigentlich“, krächzte Ulrich los, „dass es ein Tier gibt, das tödliche Stromstöße erzeugen kann?“ Verwundert schaute ich meinen Waldkauzfreund an, aber Agnes schnatterte sofort los. „Meinst du den Zitteraal?“ Ulrich kauzte „ja“ und krächzte: „Zitteraale sind Raubfische und leben in Südamerika. Da das Freisetzen der Stromstöße bei ihnen wie zittern aussieht, haben die Zweibeiner den Fisch Zitteraal getauft.“ „Wozu brauchen Zitter–aale Strom?“, fragte ich erschrocken. Da kauzte Ulrich weiter: „Zitteraale benutzen Strom, um Beute zu betäuben. Sie senden elektrische Signale aus und bauen ein elektrisches Feld um sich auf. Sobald ein Beutefisch durch das Netz aus elektrischen Signalen schwimmt, sendet der Zitteraal einen Stromschlag von bis zu 860 Volt aus. Zum Vergleich, eine Haushaltssteckdose hat eine Spannung von 230 Volt.“

„Aber wie erzeugt denn ein Fisch Strom?“, fragte ich ganz fasziniert.

Agnes schnatterte nun: „Zitteraale haben über 6000 längliche, übereinander liegende Muskelzellen, die elektrisch geladen werden können. Von Zelle zu Zelle kann die Gesamtspannung wachsen und so erreicht der Zitteraal dann einen Stromschlag von über 860 Volt.“ Eure Paula

Artikel 2 von 11