IN KÜRZE

Erste Störche kehren zurück

von Redaktion

Die ersten Weißstörche sind aus ihren Winterquartieren wieder in Bayern angekommen. Ehrenamtliche Horstbetreuer hätten die Frühlingsboten zum Beispiel in den Kreisen Bamberg und Regensburg schon vor dem 1. März gesichtet, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit. Rund 300 Weißstörche überwintern mittlerweile im Freistaat, hieß es. Bis in die 1980er-Jahre seien Störche klassische Zugvögel gewiesen, erläutert die Weißstorch-Expertin Oda Wieding. Sie hätten das Winterhalbjahr in West- und Ostafrika verbracht. Die Störche, die jetzt zurückgekehrt sind, haben ihre Winterpause aber wohl in Spanien oder Südfrankreich verbracht. „Manche Störche ziehen nur bei echtem Wintereinbruch, als sogenannte Winterflucht, für einige Wochen zum Beispiel ins Rheintal. Wird das Wetter wieder milder, kommen sie zurück nach Bayern, oft schon Ende Januar oder Anfang Februar“, sagte die LBV-Expertin.

Meist kommen die Männchen zuerst aus dem Süden zurück und beginnen, das alte Nest auszubessern, so Wieding. Vorzeitige Spanien-Überwinterer hätten einen kürzeren Rückweg ins bayerische Brutgebiet und seien bei der Nestwahl im Vorteil. „Ostzieher fliegen über die Türkei und Israel und suchen dann Winterquartiere in Zentralafrika oder noch südlicher auf. Sie machen sich meist erst Ende Februar oder Anfang März auf den vierwöchigen Rückflug und kommen im April im Brutgebiet an“, sagte Wieding.

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