von Redaktion

Gestern stolperte Klara aus Versehen in den Waschbären Waldemar. Sie quakte kleinlaut: „Entschuldige, Waldemar, was bin ich nur für ein Tölpel.“ Ich grinste: „Nein, Klara, du bist zwar auch ein Vogel, aber Enten gehören nicht zu den Tölpeln.“ Ungläubig schaute der Waschbär mich an: „Bist du sicher, dass Tölpel Vögel sind? Ich habe mal gehört, dass die Zweibeiner sich gegenseitig so nennen.“

Da schnatterte Agnes: „Ihr habt beide recht“, klärte sie uns auf. „Als Tölpel werden ungeschickte und unbeholfene Menschen bezeichnet. Aber es gibt auch einen großen Meeresvogel, der zu den Ruderfüßern gehört und ein schwarz-weißes Gefieder hat. Und weil er an Land ziemlich unbeholfen geht, haben Zweibeiner ihm diesen Namen verpasst. Aber Tölpel kommen in der Regel eh nur zum Brüten an Land und sind ansonsten ganz hervorragende Segelflieger, die die meiste Zeit ihres Lebens auf dem offenen Meer verbringen, hautsächlich in tropischen und subtropischen Klimazonen. Die einzige europäische Art ist der Basstölpel, der auch auf der deutschen Insel Helgoland brütet. Tölpel sind Stoßtaucher, die aus Höhen von bis zu 100 Metern im Sturzflug hinabstoßen und so in Fischschwärme reintauchen.“ Eure Paula

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