BRAUCHTUM
Bis zur Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) gehörten die Ölbergandachten in vielen katholischen Kirchen zur Fastenzeit. Sie gehen bis auf das späte Mittelalter zurück und erlebten in der Barockzeit ihre größte Blüte. Ölbergandachten sollten den Gläubigen helfen, sich in die „agonia“, die Todesangst Christi, zu vertiefen. Mittelpunkt der Andachten war an vielen Orten ein Ölbergspiel. In Reischach im Landkreis Altötting sowie in Dietfurt und Berching im Altmühltal hat sich die alte Tradition bis heute erhalten. In Dietfurt wird an jedem Donnerstag in der Fastenzeit – am „Fastenpfinsta“ – das Ölbergspiel aufgeführt.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Josefi klar, gibt ein gutes Honigjahr. Säst du im März zu früh, ist‘s oft vergebene Müh.