von Redaktion

Gestern früh regnete es ziemlich heftig. „Lasst uns den Weg am See entlangwatscheln und dort frühstücken“, schlug ich vor. Agnes und Klara verstanden sofort, was ich meinte. Bei Regenwetter kriechen dort schmackhafte Regenwürmer herum. „Wusstet ihr eigentlich“, presste Agnes durch ihren halb geöffneten Schnabel hervor, während sie einen besonders langen, glitschigen Wurm genüsslich einsog, „dass gar nicht geklärt ist, wie diese Kriechtierchen überhaupt zu ihrem Namen gekommen sind?“

„Wie bitte?“, quakte Klara ungläubig zurück. „Du bist doch sonst die klügste von uns Enten – und so etwas Leichtes weißt du nicht?“, schnatterte sie kopfschüttelnd. „Das liegt doch klar auf dem Watschelfuß. Regenwürmer heißen so, weil sie bei ‚Regen’wetter aus ihren unterirdischen Höhlen an die Erdoberfläche kriechen, um dort unten nicht zu ertrinken“, plapperte sie. Agnes nickte: „Möglicherweise, Klara, das ist aber nur eine Theorie. Eine andere besagt, dass die Bezeichnung auf den althochdeutschen Begriff ‚Regnwurm’ zurückgeht, der sich auf das Verhalten der Würmer bei Regen bezieht. Weil sie dann so rasch kriechen, gebrauchten die Zweibeiner in diesem Zusammenhang noch im 16. den Ausdruck ‚reger Wurm’.“ Eure Paula

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