Einstieg in A 13 für alle

von Redaktion

17 Millionen Euro für Grund- und Mittelschullehrer genehmigt

München – Der Einstieg ist gemacht: Der Haushaltsausschuss des Landtags hat in seiner vergangenen Sitzung 17 Millionen Euro für Grund- und Mittelschulen freigegeben. Das Geld ist vorgesehen, um die Besoldung für Grund- und Mittelschullehrer zu verbessern – sie sollen künftig nach A 13 statt A 12 bezahlt werden. „A 13 für alle“ war das erklärte Ziel der Freien Wähler. Kultusminister Michael Piazolo verbucht das – rechtzeitig vor den nächsten Wahlen – als großen politischen Erfolg für seine Partei.

Nun geht es an die Umsetzung. Die GEW fordert, sie müsse „gerecht und systematisch“ erfolgen. Zunächst allerdings dürfte das Geld an besonders leistungsorientierte Lehrer im Zuge von Beförderungen ausgeschüttet werden. Einen Beschluss dazu gibt es noch nicht. Über die Auszahlungsmodalitäten verhandeln derzeit das Finanz- und Kultusministerium mit den Verbänden.

Die 17 Millionen Euro reichen zum Einstieg allenfalls für 5000 bis 6000 Lehrer, schätzt Gerd Nitschke, Vizepräsident beim Lehrerverband BLLV. Wenn wirklich alle Grund- und Mittelschullehrer künftig A 13 bekommen sollen, woran es nach dem jüngsten Beschluss kaum noch Zweifel gibt, wird das den Freistaat etwa 200 bis 300 Millionen Euro kosten – pro Jahr.

Die GEW hat noch weitere Wünsche. Auch angestellte Lehrkräfte, Fachlehrer und das weitere pädagogische Personal dürfe nicht vergessen werden, sagt der stellvertretende GEW-Vorsitzende Florian Kohl.  dw

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