Unterammergau – Die Gemeinden Ober- und Unterammergau haben ein freundschaftliches Verhältnis, zu dem auch Scherze und Frotzeleien gehören. Nun aber regt sich in Unterammergau Widerstand gegen ein Projekt der Nachbarn. Es geht um eine geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage.
Eigentlich war die Änderung des Flächennutzungsplans für den ortsangrenzenden Bereich eine Formalie im Unterammergauer Gemeinderat. Doch dann endete dieser Tagesordnungspunkt mit einem Einspruch. „Das ist eine optische Entwertung des Ammertals“, polterte ein Gemeinderat. Und er war nicht der einzige, der mit dem geplanten Photovoltaik-Park an der Dorfgrenze nicht einverstanden ist. Er sei eine optische Beeinträchtigung einer Tourismusregion. Die Anlagen seien mit dem Landschaftsbild unverträglich.
Die Gemeinde beantragte beim Nachbarn eine Fristverlängerung für die Stellungnahme. In der nächsten Sitzung soll die Beurteilung bekannt gegeben werden. Der Widerstand wird wohl ins Leere laufen. Der CSU-Gemeinderat Andreas Rödl sagte: „Wir wollen mit PV-Anlagen Ökostrom produzieren.“ Ob das schön aussehe oder nicht – man werde sich an die Anlagen gewöhnen müssen. mas/ak