IN KÜRZE

Prozess gegen Aktivisten ausgesetzt Betrunken im Flugzeug randaliert

von Redaktion

Drei Klimaaktivisten mussten sich am Montag wegen Nötigung in mehr als 2000 Fällen am Amtsgericht Freising verantworten. Am 7. September 2021 haben sie sich aus Protest gegen die Internationale Automobilausstellung unter anderem an einer Autobahnbrücke der A 9 bei Fürholzen abgeseilt und zeitweise den Verkehr lahmgelegt. Vor Gericht setzten sie auf eine Verzögerungstaktik. Mit rund 20 Einzelanträgen forderte das Trio zunächst die Sachen zurück, die ihnen vor dem Saal aus Sicherheitsgründen abgenommen worden waren. Was eine weitere gute Stunde in Anspruch nahm: Die Angeklagten verteidigten sich selbst, beriefen aber zudem private Verteidiger ein – insgesamt vier Berater mit juristischem Grundwissen. Diverse Toilettengänge verzögerten den Prozess zusätzlich. Bei der Vernehmung der von der Staatsanwaltschaft aufgerufenen Zeugen kristallisierte sich schließlich heraus, dass deren Aussagen die Anklage kaum stützten. Entweder die Zeugen waren gar nicht nah genug am Ort des Geschehens gewesen oder hatten Erinnerungslücken. Am Ende war für Amtsrichterin Tanja Weihönig klar: Der Prozess wird ausgesetzt. Es muss nachermittelt werden. rl, mes

Wegen eines randalierenden und betrunkenen Reisegastes ist ein voll besetztes Passagierflugzeug am Flughafen Memmingen zwischengelandet. Während des Fluges von Dublin in die türkische Stadt Bodrum am Sonntagabend soll der 48-Jährige angefangen haben, zu randalieren und die Crewmitglieder zu beleidigen. Außerdem soll er versucht haben, die Notausstiegstür zu öffnen. Der Mann wurde in Memmingen festgenommen.

Artikel 1 von 11