Kürzlich watschelte Klara ganz aufgeregt zu uns und schnatterte: „Ihr glaubt nicht, was ich gerade beobachtet habe: Drei Zweibeiner saßen auf einer Bank am See und haben voreinander mit ihren Händen in einem rasenden Tempo Zeichen in die Luft gemalt, ohne dabei zu sprechen!“ Dabei flatterte sie mit ihren Flügeln, als wollte sie die Zweibeiner nachahmen. „Was hat das nur zu bedeuten?“, quakte sie und blickte uns aus großen Entenaugen fragend an.
Wie immer wusste Agnes sofort eine Antwort: „Vermutlich haben die Zweibeiner miteinander gesprochen – aber auf Gebärdensprache!“. „Gebärdensprache, was soll das sein?“ quakte Klara. Agnes rückte sich gewichtig ihre kleine Brille zurecht und wie immer, wenn sie das tut, folgte hierauf ein kleiner Vortrag.
„Es gibt Zweibeiner, die von Geburt an nicht hören können oder ihr Gehör im Laufe ihres Lebens verlieren. Eine Gebärde ist eine Bewegung, die man mit den Händen macht. Zusammen mit dem Gesichtsausdruck und der Lippenbewegung ergeben sie eine Bedeutung. Gebärden sind also wie Wörter in einer gesprochenen Sprache. Gehörlose Menschen können sich mit der Gebärdensprache gut verständigen.“ Eure Paula