München – Nach der Wahl des Münchner Regionalbischofs Christian Kopp am Vortag ist am Freitag die Frühjahrstagung der bayerischen evangelischen Landessynode in München routiniert zu Ende gegangen. Die Synodalen beschlossen etwa ein Positionspapier zum Thema Assistierter Suizid mit einer Stellungnahme an die Politik und verlängerten die Partnerschaften mit lutherischen Kirchen in Brasilien, Zentralamerika und in Tansania.
Aus Sicht der Landessynode darf eine künftig mögliche Assistenz zum Suizid keinesfalls ein Einfallstor „für die Legalisierung der Tötung auf Verlangen“ sein. Dies müsse in einem künftigen Suizidpräventionsgesetz deutlich werden, forderte die Synode und beschloss einstimmig eine Stellungnahme an die Politik. Darin heißt es etwa: „Kein Mensch darf alleingelassen werden, der den Suizid erwägt und dafür Assistenz sucht.“ In einer zu Humanität verpflichteten Gesellschaft dürfe Suizidassistenz nicht zur Normalität geschäftsmäßiger Anbieter werden. „Jedes Leben ist zu schützen“, heißt es in dem Papier weiter. Flächendeckend müsse es für Schwerstkranke genügend ambulante und stationäre Angebote – wie Hospize – für einen möglichst schmerzfreien letzten Weg geben. epd