München – Auf der Höhe der Energiekrise sollte es ein Signal zum Stromsparen sein: Viele Städte in Bayern schalteten ihre Scheinwerfer zur Beleuchtung von Sehenswürdigkeiten ab. Jetzt gehen die Lichter teilweise wieder an. Nach Nürnberg hat jetzt auch München angekündigt, von Mitte April an wieder mehr Baudenkmäler illuminieren zu wollen. Die entsprechende Bundesverordnung läuft am 15. April aus. An den Münchner Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche oder Bavaria gehe das Licht dann mit Einbruch der Dunkelheit an und werde um 23 Uhr wieder abgeschaltet, erklärte das Baureferat. Zuvor hatte bereits Bayerns zweitgrößte Stadt Nürnberg angekündigt, die Lichter wieder anzuschalten.
In beiden Städten hatte sich die Sparmaßnahme über den Winter gelohnt. München geht von einer Einsparmenge von 120 000 Kilowattstunden pro Jahr aus, in Nürnberg waren schon allein bis Ende 2022 rund 60 000 Kilowattstunden Strom gespart worden.
In anderen Städten Bayerns dagegen will man abwarten. Es sei noch nicht absehbar, ob die Bundesverordnung eventuell verlängert wird, betonte ein Sprecher der Stadt Bamberg. Auch in Augsburg und Würzburg ist noch keine Entscheidung gefallen. Anders in Regensburg: Die Energiesparmaßnahmen blieben bestehen, hieß es aus dem Rathaus. Die Stadt wolle bis 2035 im Rahmen ihres Green Deals klimaneutral werden.