Endlich ist es wärmer geworden. Ich blickte auf das in der Sonne glitzernde Wasser und dachte daran, dass es im Winter eiskalt war. Der See ist zu groß, aber der Teich am Bauernhof war im Winter sogar zugefroren gewesen. Wir Enten frieren deshalb aber nicht. Agnes schnatterte, warum: „Unsere Entenfüße sind perfekt an das Leben am Wasser – auch im Winter – angepasst. Unser sauerstoffreiches, warmes Blut fließt vom Herzen über die Arterien durch den Körper bis zu den Füßen. So ist der ganze Körper, auch die Füße, gut durchblutet. Von den Füssen fließt das sauerstoffarme, kalte Blut über die Venen zum Herzen zurück. Die Arterien und Venen sind miteinander verflochten und somit findet da ein Wärmeaustausch statt. Das Blut in den Arterien wärmt das kalte Blut der Venen und andersherum kühlt das venöse Blut das arterielle warme Blut ab. Unsere Füße sind immer recht kalt, so können sie auch nicht festfrieren. Zweibeiner haben diesen Wärmeaustauscher nicht. Wenn sie also barfuß auf dem Eis stehen würden, würden sie durch die warmen Füße Wärme abgeben. Somit würde das Eis an den Füßen schmelzen. Das geschmolzene Eis würde wieder gefrieren und so würden die Menschenfüße festfrieren.“ Eure Paula