Erding – Die Nachricht lässt die bayerische wie deutsche Bierbranche aufhorchen: Werner Brombach zieht sich als Geschäftsführer des Erdinger Weißbräu zurück. Der 83-Jährige bleibt aber Eigentümer und alleiniger Gesellschafter der größten privaten Weißbierbrauerei der Welt, die in knapp 100 Länder exportiert.
Das operative Geschäft übernehmen nach einer Mitteilung von Erdinger die drei teils langjährigen Geschäftsführer Stefan Kreisz, Stefan Huckemann und Josef Westermeier.
Kreisz fungiert als Vorsitzender der Geschäftsführung. Es ist eine Entscheidung mit Signalwirkung: Denn Brombach hat damit langfristig die Weichen für das Unternehmen und dessen Eigenständigkeit gestellt. In Erding und der Branche war zuletzt viel spekuliert worden, wie sich die Brauerei für die Zukunft aufstellt. Brombach wird Erdinger aber eng verbunden und in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden bleiben. Bereits 2019 hatte er erste Schritte eingeleitet – mit der Installation Huckemanns als dritten Geschäftsführer Kreisz, neuer Vorsitzender der Chefetage, ist promovierter Braumeister und kam 2015 zu Erdinger, seit 2020 verantwortet er unter anderem die Bereiche Forschung und Entwicklung.
Brombach leitete das Unternehmen fast 50 Jahre lang – seit dem Tod seines Vaters 1975. Vor Corona betrug der Jahresausstoß über 1,7 Millionen Hektoliter. ham