von Redaktion

Agnes und ich badeten gestern vergnügt, als plötzlich ein hübscher Enterich neben uns landete. Sein Gefieder glänzte wie Metall in der Sonne. Außerdem hatte er einen prächtigen, grünen Schopf und einen kastanienbraunen Bart. Die Flügel sahen aus wie kleine, orangefarbene Segel und passten farblich hervorragend zu seinem knallroten Schnabel.

„Guten Tag, die Damen“, quakte er uns vergnügt an. „Hallöchen. Wer bist denn du? So eine Ente wie dich habe ich ja noch nie gesehen“, quakte ich interessiert. Der Enterich antwortete mit breiter Brust: „Ich bin Hugo, eine Mandarinente. Meine Großeltern stammen aus Japan. Ich habe aber auch Verwandte in Nordchina. Leider werden dort viele unserer Lebensräume zerstört. Deshalb gibt es in Asien immer weniger Mandarinenten. Dank unseres prächtigen, farbenfrohen Gefieders wollten uns schon seit dem 18. Jahrhundert europäische Zweibeiner züchten und halten. Meine Eltern wurden nach Deutschland in den Zoo gebracht, wo ich auch aufgewachsen bin. Da war es mir aber zu langweilig, deshalb bin ich ausgebüxt.“ Der Erpel verriet uns, dass er auf der Suche nach einer Mandarinentendame ist, der er dann lebenslang treu sein will. Eure Paula

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