Falscher Bus: Schüler landen in Tirol – statt in der Schule

von Redaktion

Mittenwald – Elf Jugendliche im Alter zwischen elf und 13 Jahren sind vor Kurzem nicht in der Schule, sondern in Österreich gelandet. Sie mussten mit dem Bus von Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen fahren, weil die Bahnstrecke wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Die Busse sind aber schlecht gekennzeichnet, deshalb fragten die Schüler den Busfahrer, ob er nach Garmisch fahre. Der sprach zwar kaum Deutsch, signalisierte aber, dass er dorthin fahren würde. Also stiegen die Mädchen und Buben ein. Auf der Bundesstraße 2 bog der Fahrer dann aber nicht nach Garmisch-Partenkirchen ab, sondern nach Tirol. Tatsächlich fuhr der Bus planmäßig nach Scharnitz, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagt. Auf der Anzeigetafel des Busses sei aber Garmisch-Partenkirchen gestanden, berichtet eine Mutter.

Der Fahrer wollte die Schüler von Scharnitz nach Mittenwald zurückbringen. Doch an diesem Tag fiel enorm viel Schnee, der Bus fuhr sich fest. Einige der Teenager riefen ihre Eltern und die Schule an. Um sich aufzuwärmen, marschierten sie zum örtlichen Bäcker. Dann sammelten die Eltern sie nach und nach ein. Für einige lohnte es sich gar nicht mehr, noch in die Schule zu fahren. „Das sind keine tragbaren Zustände“, schimpfte eine der Mütter. Die Bahn entschuldigte sich für das Chaos.  joho

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