Mit lautem Gesang machte der Vogel auf sich aufmerksam. Hoch oben, auf einem dicken Ast der alten Buche am Seeufer, saß der kleine zwitschernde Störenfried. Agnes schnatterte und klatschte in die Flügel, sie schien sich an dem Gezwitscher zu erfreuen. „Die Zweibeiner haben dieses Jahr wieder einen neuen Vogel des Jahres gewählt“, schnatterte sie. „Das Braunkehlchen ist mit 43 Prozent ihrer gewählten Stimmen auf den ersten Platz geflogen. Wusstest du eigentlich, dass die Menschen zu dem kleinen Vogel auch Wiesenclown sagen?“ Agnes schnatterte weiter drauflos: „Wie du siehst, sind die Kehle und die Brust des zwölf bis 14 Zentimeter kleinen Vögelchens orangebraun gefärbt, weshalb er auch bei den Zweibeinern Braunkehlchen getauft wurde.“
Dann quakte sie, dass das Braunkehlchen ein Zugvogel ist. Anfang April kehrt es aus seinem Winterquartier aus dem tropischen Afrika zurück. Dort verbringt der kleine Vogel den Winter in der warmen Savanne und den Grasländern Afrikas. Mehr als 5000 Kilometer fliegt es dann wieder zurück, um den Sommer dann hier bei uns zu verbringen. Anders als viele andere Vögel brütet das Braunkehlchen nicht hoch oben in einem Baum, sondern unten am Boden. Eure Paula