Fürstenfeldbruck – Von diesem Maibaum-Klau kann man noch den Ur-Enkeln erzählen. Die Inninger Landjugend hat den Maibaum der Stadt Fürstenfeldbruck gestohlen – und zwar direkt aus dem streng gesicherten Fliegerhorst-Gelände der Bundeswehr, wo er versteckt war.
Purer Zufall hatte die Diebe am Wochenende auf die Fährte gebracht, als einem Spähtrupp um 4 Uhr ein mit Polizei und Blaulicht begleiteter Maibaum-Transport auffiel. In der nächsten Nacht waren schnell 52 Maibaumdiebe alarmiert. 45 kletterten per Spezialleiter über den Stacheldrahtzaun, schlichen zum Flugzeug-Hangar, schafften es, den Gabelstapler, der vor dem Baum stand, zu entfernen und das Tor zu öffnen. Auf der Rollbahn warteten weitere Helfer, die das Tor an der Bundesstraße geöffnet hatten. Um 6 Uhr war der Baum in Inning. Ein Coup.
Im Fliegerhorst sind sie weniger euphorisch. Man sei in der internen Aufarbeitung und prüfe auch eine eventuelle Schadensaufnahme, heißt es aus der Bundeswehr-Pressestelle des Standorts. Sprich, ob ein Tor oder was anderes beschädigt wurde. Denn: „Das ist kein Kavaliersdelikt.“ grä/gar