Mein Waschbärfreund Waldemar schrieb einen Brief an seine Bekannten. Ich erschreckte ihn und er malte einen langen Strich über das Papier. Zerknirscht entschuldigte ich mich. Aber Waldemar blieb gelassen und brummte: „Das ist kein Drama! Den Strich kann ich wegradieren! Das Blei ist eine geniale Erfindung.“
Erleichtert quakte ich: „Ich bin froh, dass du den Brief nicht neu schreiben musst! Aber obwohl der Stift Bleistift heißt, ist darin gar kein Blei enthalten. Wusstest du das nicht?“ Mein Freund bat mich, das zu erklären. Ich schnatterte los, dass die Bleistiftmine hauptsächlich aus Grafit besteht. Das ist schon seit ungefähr 450 Jahren so. Früher haben die Zweibeiner aber tatsächlich mit Blei geschrieben: Bereits in der Antike wurde eine Art Bleistift erfunden. Dazu wurde ein Papyrusrohr mit Blei ausgegossen und so als Stift verwendet. Aber als Schreibgerät hatte das Blei große Nachteile: Blei ist nämlich giftig und es ist ungesund, oft damit in Berührung zu kommen. Außerdem ist eine Bleimine härter als das Grafit, das heute benutzt wird. Dadurch war es sehr mühsam zu schreiben. Deshalb wurde das Blei irgendwann durch Grafit ersetzt. Das ist eine Art Kohle. Nur der Name Bleistift blieb.
Eure Paula