Schnee überfordert Urlauber

von Redaktion

Bergwacht rückt im Lattengebirge zweimal hintereinander aus

Bayrisch Gmain – Die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger mussten im Berchtesgadener Land am Sonntag und am Montag gleich zweimal hintereinander ausrücken, um Wanderer zu retten. Diese waren zwar unverletzt, gerieten aber wegen des immer noch so vielen Altschnees im nördlichen Lattengebirge in Bergnot.

Der erste Notruf ging am Sonntagnachmittag um 14.40 Uhr ein. Vier in Mittelfranken wohnende Inder alarmierten die Bergwacht. Auf 1500 Metern Höhe waren sie auf dem Aufstieg auf der Nordwestseite des Predigtstuhls erschöpft und so mit der Situation überfordert, dass sie weder vor noch zurück konnten. Acht Bergretter fuhren daher mit der Predigtstuhlbahn auf das Plateau und stiegen von dort über die Vordere Abfahrt zur Gruppe ab. Insgesamt 200 Meter Seil verbauten die Einsatzkräfte, um die müden Wanderer gesichert nach oben in die sogenannte Schlegelmulde zu bringen. Der Einsatz endete um 18 Uhr.

Der zweite Notruf ging am Montagmittag um 12 Uhr ein. Dieses Mal saßen zwei Wanderer aus Niederbayern in Steilgelände im Lattengebirge fest. Auch für sie wurde der Altschnee zum Verhängnis: Auf dem Alpgartensteig waren sie wegen der Schneemengen in einer Kurve geradeaus weitergegangen. 100 Meter abseits dann die Blockade. Wieder fuhren acht Bergretter mit der Seilbahn auf den Predigtstuhl. Dann stiegen sie vom Hochschlegel zu der Frau und dem Mann auf. Die Bergretter bauten ein Seilgeländer auf und führten die unverletzten Wanderer zum Plateau zurück.  mm

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