Würzburg – Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Würzburg konnten einen mutmaßlichen Erpresser identifizieren, der im Laufe des Jahres 2022 versucht hatte, Eigenheimbesitzer einzuschüchtern. Der Mann soll in 14 Fällen mit „Unglücksfällen“ gegen sie und ihre Angehörigen gedroht haben, wenn sie keine Kryptowährungen an ihn überweisen würden.
Schon vergangenen Januar sorgten anonyme Briefe an die Besitzer zweier Neubauten in Veitshöchheim für Aufregung. Darin forderte der Täter auf, ihm Beträge im vierstelligen Bereich zukommen zu lassen. Die Hauseigentümer informierten die Polizei. Bis Oktober 2022 registrierten die Ermittler der Kriminalinspektion Würzburg, Staatsanwaltschaft und dem Polizeipräsidium Mittelfranken 12 ähnliche Fälle.
IT-Spezialisten der Kriminalpolizei, sogenannte Cybercops, konnten beim Durchbruch helfen: Spuren im Netz identifizierten einen 53-Jährigen aus dem Kreis Würzburg als Tatverdächtigen. Bei der Durchsuchung seines Wohn-anwesens konnten Beweismittel sichergestellt werden. Die Staatsanwaltschaft wird in dem Ermittlungsverfahren, dem 14 Fälle der versuchten räuberischen Erpressung zugrunde liegen, Klage am Landgericht erheben.