Nach dem letzten Ausflug von uns Entenfreundinnen zum Bauernhof, wo wir den zurückgekehrten Schwalben beim Nestbauen zuschauten, wollte ich unbedingt mehr über die Wanderungen der Zugvögel wissen. Vielleicht hatte ja die kluge Biberin Dr. Berta Raspelzahn in ihrer Bibliothek ein Buch darüber?
Ich schnatterte ihr mein Anliegen. „Oh ja“, krächzte die Biberin, „diese Vogelwanderungen sind wirklich sehr bewundernswert. Alleine schon die Strecken, die die Zugvögel auf ihren Wanderungen jedes Jahr zurücklegen, und ihr enormer Orientierungssinn, also, dass sie so genau wissen, wohin sie fliegen müssen.“ Berta holte ein dickes Buch aus einem ihrer Regale und schlug es auf. Die Biberin las vor: „Wenn Vögel in ihre Winterquartiere fliegen, dann nehmen sie oft hunderte von Kilometern Umwege in Kauf, um nicht das offene Meer oder ausgedehnte Wüsten überfliegen zu müssen“, las Berta vor. Das leuchtete mir ein, denn im Meer könnten die Vögel nicht einmal notlanden, und in der Wüste würden sie weder Wasser noch Nahrung finden. Ich war froh, dass wir Enten auch im Winter an unserem See genügend zu fressen finden und nicht weg fliegen müssen. Eure Paula