Borkenkäfer schwärmt wieder: Große Schäden drohen

von Redaktion

München – Bayerns Wäldern droht Gefahr: In den kommenden Tagen ist laut dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit dem ersten großen Schwarmflug des Borkenkäfers zu rechnen. Auch für Waldbesitzer heißt es deshalb jetzt: Ausschwärmen!

Das warme und sonnige Frühlingswetter lässt den Schädling wieder aktiv werden. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) warnt: „Die Borkenkäfer sitzen fertig entwickelt in den Startlöchern.“ Auch das bisher kühle und regnerische Frühjahr werde den Borkenkäfer nicht bremsen können. Durch die Trockenheit des vergangenen Sommers konnte er sich Experten zufolge optimal entwickeln und hat große Populationen aufgebaut.

Waldbesitzer sollten deshalb ihre Wälder ab sofort regelmäßig auf Befall kontrollieren. Entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung sei dabei, frühzeitig auf Bohrmehl aufmerksam zu werden. Das Bohrmehl rieselt bei Befall als rotbraunes Pulver am Stamm herunter und sammelt sich hinter Rindenschuppen, am Fuß des Stammes und rund um den Baum.

Besonders gefährdet sind Bereiche, die bereits im Vorjahr vom Borkenkäfer befallen waren. Wird frischer Befall festgestellt, heißt es schnell sein. Betroffene Bäume müssen aufgearbeitet und aus dem Wald entfernt werden. Neben dem Stammholz müssen auch Baumkronen fortgebracht oder gehäckselt werden: Selbst starke Äste reichen dem Borkenkäfer als Brutstätte. Eine Praxishilfe zum Erkennen von Befall gibt es unter www.borkenkaefer.org.  mm

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