Kirchensteuer als Haupteinnahmequelle

von Redaktion

Noch stagnieren die Einkünfte aus der Kirchensteuer auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Die Ausfälle durch die vielen Kirchenaustritte wurden bisher kompensiert durch steigende Gehälter und damit mehr Kirchensteuer – sie liegt in Bayern bei acht Prozent der zu zahlenden Einkommensteuer. Das Bistum Augsburg etwa plant für den Doppelhaushalt 2023/24 bei einem Volumen von 455,8 bzw. 462,4 Millionen Euro mit Einnahmen aus der Kirchensteuer von 390 Millionen Euro pro Haushaltsjahr. Im Münchner Erzbistum, das seinen Haushalt erst im Sommer vorlegt, lag das Kirchensteueraufkommen 2021 bei 647 Millionen Euro. In der evangelischen Landeskirche wurden im vergangenen Jahr 779,1 Millionen Euro an Kirchensteuer eingenommen.

Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten Jahre in Rente gehen, geht die Kirchensteuer drastisch zurück. Gleichzeitig steigen die Kosten für den Erhalt und die Sanierung kirchlicher Gebäude.  cm

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