Chaos-Airline stockt Flugzeug-Flotte auf

von Redaktion

VON CARINA ZIMNIOK

München – Nach den chaotischen Zuständen am Flughafen München vergangenes Wochenende gelobt die Billig-Airline Marabu Besserung. „Marabu hat das vergangene Wochenende intensiv aufgearbeitet und Reserven bei Fluggerät und Ressourcen für das lange Wochenende geschaffen“, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung bei der Fluggesellschaft mit Sitz in Tallinn, Estland. Darüber hinaus sei eine Task Force etabliert worden, die insbesondere im Hinblick auf die Pfingstferien die Prozesse unter die Lupe nehmen und wo nötig verbessern wird.

Wie berichtet saßen Fluggäste, die am Muttertag mit Marabu auf die griechische Insel Zakynthos oder nach Mallorca fliegen wollten, zum Teil mehr als einen Tag am Airport fest. Betroffene beklagten gegenüber unserer Zeitung fehlende Informationen: Auf den Anzeigetafeln stand von Sonntagmorgen bis Montagmittag lediglich, dass der Flug nach Griechenland verspätet sei. Zahlreiche Reisende brachen daher ab und fuhren heim, bevor der Flug von Sonntag, 5.50 Uhr, am Montag um kurz nach 13 Uhr schließlich startete. Insgesamt waren laut Airline am Samstag und Sonntag sieben Flüge verspätet, drei Abflüge ab München mussten annulliert werden. Zur Zahl der betroffenen Passagiere sagte das Unternehmen nichts. Marabu hatte die Ausfälle bereits am Montag mit technischen Problemen bei „anderen kontrahierten Fluggesellschaften“ erklärt. Betroffene mit Erstattungsansprüchen können sich an die Airline wenden.

Marabu Airlines, bei der es sich um eine Schwesterfirma der etablierten Condor handelt, gibt es erst seit wenigen Monaten. Seit April ist die Fluggesellschaft auch in München aktiv. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers fliegt Marabu mit zwei eigenen Flugzeugen – die anderen werden von Partner-Airlines gemietet. Auf diese Fluggesellschaften müsse Marabu zurückgreifen, weil die Auslieferung und Bereitstellung eigener Flugzeuge sich unvorhergesehen verzögert hat. Das sei eine marktübliche Herangehensweise, so der Sprecher. Allerdings sollen „in Kürze“ weitere eigene Flugzeuge die Flotte verstärken.

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