von Redaktion

BRAUCHTUM

Neben dem Kötztinger Pfingstritt und dem Wasservogelsingen zählt das Englmari-Suchen in Sankt Englmar zu den populären Pfingstbräuchen im Bayerischen Wald. Es ist ein religiöses Spiel, bei dem am Pfingstmontag eine Figur des seligen Englmar in einem feierlichen Zug vom Kapellenberg zur Pfarrkirche zurückgebracht wird. Der Legende nach wurde der Eremit um 1086 von einem Mitbruder aus Neid erschlagen, der den Toten unter Reisig verscharrte. Nach anderen Quellen soll den Mord ein Knecht des Grafen von Bogen begangen haben. Nach der Auffindung des Toten ließ der erboste Graf den Leichnam auf den Bogenberg überführen. Als aber die Pferde den Gehorsam verweigerten, brachte man den Einsiedler ins Tal, wo eine Kapelle errichtet wurde.

BAUERN- UND WETTERREGELN

Pfingstregen kommt nie gelegen.

Gibt‘s im Juni Donnerwetter, wird das Getreide fetter.

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