Junge Familie verliert bei Hausbrand gesamten Besitz

von Redaktion

Nur dank des Rauchmelders retteten sich die Steinbergers rechtzeitig ins Freie – Gebäude komplett ausgebrannt

Miesbach – Es ist mitten in der Nacht, als Markus Steinberger vom Rauchmelder geweckt wird. Er blickt aus dem Fenster – und sieht in den Fensterfronten gegenüber ein flackerndes helles Licht. Es dauert einen Moment, bis er erkennt, dass sich sein Haus dort spiegelt – und dass es in Flammen steht. Der 29-Jährige ist selbst Feuerwehrmann. Er behält die Nerven, rennt ins Schlafzimmer zu seiner Frau Christina und seiner sieben Monate alte Tochter Lena. Der Rauch dringt bereits durch die Ritzen der Holzdecke. Hätte der Rauchmelder die Familie aus Miesbach nicht geweckt, wäre sie vermutlich erstickt, ohne aufzuwachen.

Es gelingt den Steinbergers, sich auf den Balkon zu retten. Ein Nachbar hat das Feuer bereits bemerkt und dort eine Leiter hingestellt. Markus Steinberger kann noch den Hund holen. Alles andere muss er im brennenden Haus zurücklassen. Alles, was sie besitzen, verbrennt.

Auch die anderen drei Bewohner des Mehrfamilienhauses können sich unverletzt ins Freie retten. Es dauert nicht lange, bis rund 90 Kräfte der Feuerwehr vor Ort sind und gegen die Flammen kämpfen. Aus sechs Rohren schießen sie Löschwasser auf das brennende Gebäude. Es gelingt ihnen, zu verhindern, dass die Flammen auf die angrenzenden Häuser übergreifen. Doch es dauert vier Stunden, bis der Brand gelöscht ist.

Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, es wird ermittelt.

Die Steinbergers haben durch das Feuer alles verloren: Möbel, Kleidung, Babysachen, Erinnerungsstücke. „Aber wir sind wohlauf, alles andere kann man ersetzen“, sagt Markus Steinberger. Nachbarn versorgten die Familie noch in der Nacht mit Decken und Kleidung. Gestern klingelte Steinbergers Handy fast ununterbrochen. Freunde und Bekannte wollten mit Sachspenden helfen. „Die Kleine ist schon wieder ausgestattet“, sagt er dankbar. Trotzdem ist die Familie weiterhin auf Spenden angewiesen. Sie haben auf der Online-Plattform Gofundme bereits einen Spendenaufruf eingerichtet, der Link lautet: https://gofund.me/d4bee3ef.

SEBASTIAN GRAUVOGL

Artikel 1 von 11