von Redaktion

Gestern sammelten Kinder bei uns am See Schneckenhäuser. Sie schütteten den Inhalt ihrer Tüten auf die Decke, und der große Zweibeiner holte ein Buch hervor. „Lasst mal schauen, was ihr gefunden habt“, sagte er. Ich watschelte ein bisschen näher heran, denn das interessierte mich. „Das hier sind jedenfalls Weinbergschnecken“, erklärte der Zweibeiner und deutete auf die größeren Schneckenhäuser. „Seht euch mal die Windung ihrer Häuser an, die dreht sich von innen rechtsherum nach außen. Es gibt nur ganz wenige Tiere, bei denen es andersherum ist, also linksherum, die nennt man dann ,Schneckenkönig’.“

„Kommen Schnecken schon mit ihrem Haus auf die Welt?“, wollte einer der kleinen Zweibeiner wissen. „Oh ja“, sagte der Papa. „Wenn die Schnecke aus dem Ei schlüpft, hat sie schon ein Häuschen. Das ist oft noch durchsichtig und sehr zerbrechlich, aber es schützt die Schnecke schon vor dem Austrocknen. Das Haus wächst ein Leben lang mit, und wenn es an einer Stelle kaputt geht, kann es dort ausgebessert werden. Das ist so ähnlich, wie wenn ihr euch die Haut verletzt und das von alleine heilt. Allerdings darf die Verletzung eines Schneckenhauses nicht zu groß sein.“

Eure Paula

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