Einfuhrerlaubnis für Antibiotika-Säfte verlängert

von Redaktion

München – Die vorübergehende Einfuhrerlaubnis Bayerns für in Deutschland nicht zugelassene Antibiotika-Säfte für Kinder wird verlängert. „In Bayern können jetzt bis Ende April 2024 Antibiotikasäfte für Kinder einfacher aus dem Ausland eingeführt werden. Wir haben die zuständigen Regierungen von Oberbayern und Oberfranken gebeten, ihre jeweilige Allgemeinverfügung, die eigentlich Anfang Juni 2023 ausgelaufen wäre, entsprechend zu verlängern“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Wegen des Medikamentenmangels hatte die Staatsregierung Anfang Mai erstmals die Einfuhr nicht zugelassener Antibiotika-Säfte für Kinder gestattet. Grundlage dafür war eine Bewertung des Bundes, wonach offiziell ein Versorgungsmangel bei antibiotischen Säften für Kinder festgestellt wurde. Dies gestattet den Landesbehörden, von Vorgaben des Arzneimittelgesetzes abzuweichen. Sollte der Bund den Versorgungsmangel vor April 2024 als beendet erklären, würde die bayerische Genehmigung erlöschen

„Die Probleme bei der Versorgung mit antibiotikahaltigen Säften für Kinder dauern aber leider weiter an. Da im Herbst und Winter bei den Kindern wieder verstärkt mit Erkältungs- und Grippewellen zu rechnen ist und antibiotikahaltige Säfte für Kinder dann dringend benötigt werden, sorgen wir rechtzeitig vor“, sagte Holetschek. Apotheken und pharmazeutische Großhändler hätten nun die Möglichkeit, einen Vorrat an ausländischen Antibiotika-Säften anzulegen.  dpa

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