von Redaktion

Kaninchen sind keine Nagetiere. Das hatte mir Dr. Berta Raspelzahn letztens erzählt, aber sie hatte keine Zeit gehabt für weitere Erklärungen. Deshalb besuchte ich sie gestern noch einmal. „Bei Kaninchen und Hasen wachsen die Nagezähne ständig nach“, erklärte mir die Biberin. „Aber sie haben im Ober- und im Unterkiefer jeweils noch ein Paar Schneidezähne, die zwar nicht zu sehen sind, aber die Zweibeiner unterscheiden sie deswegen trotzdem von den anderen Nagetieren und nennen sie ,Hasenartige’.“ „Und was ist der Unterschied zwischen Kaninchen und Hasen?“, schnatterte ich. Die Biberin erklärte mir, dass auf dem Bauernhof in den Ställen nur Kaninchen leben, auch wenn die Zweibeiner oft von ,Stallhasen’ sprechen. Alle Hauskaninchen stammen vom Wildkaninchen ab. Der deutlichste Unterschied sei wohl, wie die Babys zur Welt kommen, erklärte mir die Biberin. „Bei Kaninchen baut die Mutter kurz vor der Geburt ein Nest in einer unterirdischen Höhle, das sie mit ihren Haaren auspolstert. Die Babys sind blind und nackt. Bei den Hasen dagegen sind die Jungen bei der Geburt behaart, sie können sehen und sich ein bisschen fortbewegen, deshalb nennen die Zweibeiner sie ,Nestflüchter’.“

Eure Paula

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