Sanierung der KZ-Gedenkstätte kostet 37 Millionen

von Redaktion

Dachau – Nach einem Streit um falsch adressierte Förderanträge gibt es bei der geplanten Sanierung der KZ-Gedenkstätte Dachau nun Fortschritte. Wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi auf Nachfrage bestätigte, haben die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und der Freistaat die Förderung aus dem Bundesprogramm „Kultur Invest“ beantragt. Zumindest die SPD-Fraktionskollegen im Haushaltsausschuss des Bundestags hätten bereits signalisiert, dass die beantragten 18,5 Millionen Euro vom Bund bewilligt werden könnten. Weitere Gelder wird der Freistaat beisteuern. Die Sanierung der Gedenkstätte kostet insgesamt 37 Millionen Euro. Viele Gebäude auf dem Gelände sind marode. Den Baracken auf dem einstigen Appellplatz sowie dem Krematorium drohen bei hoher Schneelast der Einsturz. Die Sanierung wird eine Mammutaufgabe – sie könnte sich bis 2032 hinziehen.

Um die Beteiligung des Bundes an der Sanierung hatte es im März Streit gegeben. Damals hatten Kultusminister Michael Piazolo (FW) und Stiftungsdirektor Karl Freller (CSU) Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) öffentlich kritisiert, weil ihr Haus eine Förderung abgelehnt hatte. Dabei waren die Zuschussanträge aber offenbar fehlerhaft und an eine falsche Adresse gerichtet worden. STEFANIE ZIPFER

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