München – Hamburg, Köln, Paris – diese Städte waren seit Donnerstagabend unerreichbar, zumindest aus der Luft. Wegen des Unwetters geriet der Luftverkehr auch von und nach München in schwere Turbulenzen. „Wir mussten 60 Flüge annullieren“, berichtet Flughafen-Sprecher Henner Euting. Nach seinen Angaben konnten etwa 20 Flüge zwischen Donnerstag 19 Uhr und Freitag 2 Uhr nicht landen. Sie wurden auf umliegende Flughäfen verteilt. 60 Flüge wurden annulliert. „Das betraf alle möglichen Verbindungen“, sagt Euting. „Innerdeutsch, aber auch international.“
Auch am Freitag lief bei Weitem nicht alles wie gewohnt. Ein Passagier berichtete unserer Zeitung von bis zu einem Kilometer langen Schlangen im Terminal 2 – Fluggäste, die sich wegen ihrer ausfallenden Flüge erkundigen wollten oder aber umgebucht wurden. „Wegen der Annullierungen sind viele Flugzeuge nicht da, wo sie sein sollten“, bestätigte Euting – mit der Folge, dass am Freitag weitere 60 Flüge ausfielen. Gegen Mittag entspannte sich die Lage.
Auch an den Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf gab es am Donnerstag Annullierungen. Am Flughafen Düsseldorf war nach Auskunft einer Sprecherin am frühen Donnerstagabend der Flugbetrieb kurzzeitig eingeschränkt und die Abfertigung der Flugzeuge unterbrochen. Das sei das übliche Vorgehen bei Gewittern, erläuterte die Sprecherin. Erschwerend kam am Flughafen Düsseldorf hinzu, dass der Donnerstag der erste Tag der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen war. dw/dpa