Jens Lehmann wehrt sich gegen schwere Vorwürfe

von Redaktion

Nach Kettensägen-Attacke auf Garage: Ex-Torwart will nur die Hecke geschnitten und Bäume gefällt haben

Starnberg – Ex-Fußballnationalspieler Jens Lehmann hat sich zu den schweren Vorwürfen geäußert, die ihm auch eine Anklage der Staatsanwaltschaft München II eingebracht haben. Am 25. Juli vergangenen Jahres soll Lehmann einen Dachbalken in der Garage seines Nachbarn mit einer Kettensäge angesägt haben – weil diese den Blick von seinem Haus auf den Starnberger See versperrte. Die Garage wurde da gerade gebaut.

Im Podcast „Immer die 3“ von Sebastian Leisgang und William Vielwerth hat der Ex-Torhüter sich nun vehement verteidigt: „Mir haben Leute so nach dem Motto gesagt: ‚Du hast den Nachbarn mit einer Kettensäge bedroht‘“, erzählt Lehmann. Das sei „völliger Quatsch“.

Der besagte Nachbar ist laut Lehmann 91 Jahre alt. „Das Einzige, was ich gemacht habe, auch auf Bitte des Nachbarn, war, dass ich im Frühjahr, Sommer immer mal wieder Hecken geschnitten habe. Auch Bäume teilweise, die ich für ihn da fällen sollte. Das ist der Hintergrund der Geschichte“, so der 53-Jährige im Podcast.

Auch zum Gebäude des Nachbarn, in dem die Tat passiert sein soll, äußerte er sich: „Er hat eine Garage gebaut, die eigentlich zum Haus ausgeartet ist. Medial wurde berichtet, ich hätte die Garage zerlegt. Also die Garage steht da – prächtigst. Es ist nichts beschädigt worden.“ Seiner Ansicht nach wurde sie widerrechtlich errichtet.

Die Staatsanwaltschaft München II hatte am 16. Juni wegen des Nachbarschaftsstreits und inklusive der Kettensägen-Tat Anklage erhoben. Lehmann wird Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Tat im Juli 2022 soll eine Überwachungskamera gefilmt haben. Zwar wurde vorher ihr Stromkabel durchtrennt, sie lief per Batterie aber weiter. Das Video ist Teil der Ermittlungen.  mc/sco

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