Weit verbreitet war früher der Wettersegen, ein monstranz- oder scheibenförmiger Behälter, der in vielen Bauernhäusern an der Wand hing. Der Wettersegen, oft eine kunstvolle Klosterarbeit, war seit der Barockzeit sehr beliebt und sollte günstige Witterung bewirken und Unwetter, Feuer und Unfälle abwehren. Dazu sollten die zahlreichen winzigen Gegenstände beitragen, die im Wettersegen enthalten waren: Um ein Osterlamm als Symbol für Christus wurden Amulette, Mitbringsel von Wallfahrten, Heiligenattribute sowie Naturstoffe wie Buchs, Lebensbaum, Palmkätzchen, Wacholderbeeren, Rosmarin und diverse Früchte wie Kürbiskerne und Eicheln gruppiert.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Nur in der Juliglut wird Obst und Wein dir gut. Was der Juli nicht siedet, kann der August nicht braten.